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Tag 16: Ein paar Takte Landeskunde

20. Juni 2010

Bevor wir in die letzte Vorrunden-Woche gehen, nutzen wir die Zeit für ein paar Takte Landeskunde. Es geht um die südafrikanische Nationalhymne, die, so wie die Dinge stehen, am Dienstag zum letzten Mal durch die Lautsprecher deutscher Fernseher schallen wird. Diese Hymne ist nicht nur musikalisch ein Höhepunkt dieser Weltmeisterschaft, sie ist auch in anderer Hinsicht ein Unikum: In ihr vermengen sich mehrere Sprachen. Wir haben Wonga gebeten, einen Jungen aus dem Township Walmer in Port Elizabeth, uns das Geheimnis dahinter zu erklären.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

“Ich bin Wonga aus Walmer Township. Es steckt kein besonderes Geheimnis hinter der Hymne. Es ist einfach ein Gebet, das in vier Sprachen aufgeteilt ist. Das sind Xhosa, Sotho und Englisch, weil wir eine sehr heterogen… und Afrikaans, es sind also vier Sprachen in einer Hymne, um zu zeigen, dass wir eine sehr heterogene Gesellschaft sind.

Nkosi sikelel’ iAfrika – God bless Africa.
Maluphakanyisw’ uphondo lwayo – Lift us up and make us proud.

Man sagt das zweimal und wechselt dann in eine andere Sprache.”

Vielleicht sollte sich daran auch die deutsche Hymne ein Beispiel nehmen und zwischen Hochdeutsch, Bayerisch und Schwäbisch hin- und herwechseln. Vielleicht aber auch besser nicht.

Übrigens: Morgen gibt es hier an dieser Stelle die nächste Ton-Bild-Reportage, diesmal über unseren Besuch im Kapstädter Township Delft.

Update: Und hier noch ein paar Zahlen: 730, 194 und 1. Die erste ist die aktuelle Summe auf unserem Unterstützer-Konto. Jeder, dem gefällt, was wir für Geschichten von den Rändern dieser Weltmeisterschaft erzählen, ist eingeladen, unsere Arbeit mit einem eigenen Beitrag zu unterstützen, so wie diese Damen und Herren. Die zweite ist die Anzahl der Mitglieder unserer Wintermärchen2010-Facebook-Gruppe. Wer sich ihr anschließen möchte, weil er sich sonst im Internet so verloren fühlt: hier entlang, bitte. Und die dritte Ziffer umfasst die Anzahl der von einem handfesten Winter-Schnupfen gepeinigten Mitarbeiter unseres Zwei-Mann-Teams. Nachts kühlt es auf unter zehn Grad ab – und es gibt keine Heizung in unserem Township-Haus.

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2 Kommentare zu 'Tag 16: Ein paar Takte Landeskunde'

  1. Halfjill sagte am 29. Juni 2010 um 09:42 Uhr:

    Hi,
    ich habe euren Blog heute zufällig entdeckt und finde ihn wirklich großartig. Lese mich gerade durch alle Beiträge und bin ziemlich begeistert :)

    Nur ein kleiner Hinweis zum Schreiben der Sprachen:
    Xosa sollte Xhosa geschrieben werden und Zutu Sotho. Das sind jedenfalls die richtigen Schreibweisen für die umgangssprachliche Benennung, wie sie im Beitrag genannt werden (vollständig heißen die Sprachen überings isiXhosa und Sesotho).

    Viele Grüße!

  2. kaischaechtele sagte am 29. Juni 2010 um 10:46 Uhr:

    Hallo Halfjill, vielen Dank für die Anmerkung, wir korrigieren das. Herzlichen Gruß, Kai

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